Kurz gesagt
Bei der Darmspiegelung wird der Darm mit Gas leicht aufgeweitet, damit die Schleimhaut gut zu sehen ist. Dafür kann Raumluft oder Kohlendioxid (CO2) verwendet werden. CO2 wird vom Körper schneller aufgenommen, deshalb ist das Blähgefühl nach der Untersuchung meist geringer.
Warum der Darm aufgeweitet wird
Der Darm liegt im Ruhezustand in Falten. Damit die Ärztin oder der Arzt die Schleimhaut vollständig betrachten kann, wird über das Endoskop etwas Gas eingeleitet. Der Darm entfaltet sich, und auch kleine Veränderungen werden sichtbar. Ein Teil des Gases wird am Ende der Untersuchung wieder abgesaugt.
CO2 und Luft im Vergleich
Raumluft besteht vor allem aus Stickstoff, den der Körper kaum aufnimmt. Was im Darm bleibt, muss als Wind abgehen. Das kann nach der Untersuchung zu Blähungen, Druckgefühl oder krampfartigen Beschwerden führen.
Kohlendioxid wird dagegen schnell über die Darmwand ins Blut aufgenommen und über die Lunge ausgeatmet. Studien zeigen, dass Patientinnen und Patienten nach einer Untersuchung mit CO2 meist weniger Blähungen und Bauchschmerzen haben. Für die Aussagekraft der Untersuchung macht es keinen wesentlichen Unterschied. Bei einer Magenspiegelung spielt die Frage eine kleinere Rolle, weil dort deutlich weniger Gas eingeleitet wird.
Beide Verfahren sind etabliert. Fragen Sie uns gern, wie wir es in unserer Praxis handhaben.