Behandlung · Stent
Stent-Implantation
Den Weg offen halten.
Ein Stent ist eine innere Schiene, meist aus Kunststoff oder Metall, die eine Engstelle stützt und offen hält. Wir setzen ihn über das Endoskop ein, zum Beispiel in die Speiseröhre oder den Darm. So können Nahrung oder Stuhl wieder ungehindert passieren.
Termin zur Stent-Implantation
Mit Überweisung
Bei medizinischer Notwendigkeit Kassenleistung
- Bei nachgewiesener Engstelle
- Mit Überweisung
- Ausführliches Vorgespräch
- Propofol-Sedierung auf Wunsch
Abrechnung nach GOÄ
Privatpatienten
- Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte
- Ausführliches Vorgespräch
- Propofol-Sedierung auf Wunsch
- Hinweise zu Ernährung und Nachsorge
Ohne Kassenanspruch
Kosten vorab besprochen
- Kosten werden vorab transparent besprochen
- Ausführliches Vorgespräch
- Propofol-Sedierung auf Wunsch
- Hinweise zu Ernährung und Nachsorge
oder telefonisch: 02041 / 7777-530
- Bereiche
- Speiseröhre, Darm
- Ziel
- Durchgängigkeit wiederherstellen
- Zugang
- über das Endoskop
- Sedierung
- Propofol, gut verträglich
Für wen?
Wann ein Stent
sinnvoll sein kann
Ein Stent kommt infrage, wenn eine Engstelle den Durchgang behindert und eine Dehnung allein nicht ausreicht oder nicht anhält. Meist geht es darum, Beschwerden zu lindern und Essen oder den Abfluss wieder zu ermöglichen. Die Ursache der Engstelle behandelt ein Stent nicht.
Engstellen durch Tumoren
Engt ein Tumor Speiseröhre, Magenausgang, Gallenwege oder Darm ein, kann ein Stent die Passage wieder öffnen. Er kann die Zeit bis zu einer Operation überbrücken oder, wenn keine Operation möglich ist, Beschwerden wie Schluckstörungen oder eine Gelbsucht durch gestauten Gallenabfluss lindern.
Ein Stent ist dann Teil eines Gesamtplans, den wir mit Ihnen und Ihren anderen behandelnden Ärztinnen und Ärzten abstimmen.
Mehr zu DilatationenGutartige Engstellen und Undichtigkeiten
Auch narbige Engstellen, die sich nach mehreren Dehnungen immer wieder verengen, oder undichte Stellen nach Operationen lassen sich mit einem Stent behandeln. Hier wird meist ein Stent gewählt, der später wieder entfernt werden kann. Anzeichen einer Engstelle sind zum Beispiel:
- Schluckbeschwerden
- Gelbfärbung von Haut und Augen
- Erbrechen nach dem Essen
- Verstopfung
- Ungewollter Gewichtsverlust
Vorbereitung
Vorbereitung auf den Eingriff
Vor einer Stent-Implantation führen wir ein ausführliches Vorgespräch. Wir sehen uns Ihre Vorbefunde an, etwa Bilder aus Ultraschall oder Computertomographie (CT), und besprechen Ziel, Ablauf und Alternativen. Je nach Lage der Engstelle kommen Sie nüchtern oder bereiten den Darm wie vor einer Darmspiegelung vor. Nehmen Sie blutverdünnende Medikamente, sprechen Sie uns bitte frühzeitig darauf an.
Die genauen Schritte stehen in Ihrer schriftlichen Anleitung.
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1
Im Vorgespräch
Vorbefunde, Medikamente und Vorerkrankungen besprechen. Blutverdünner nur nach Rücksprache pausieren.
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2
Am Vortag
Bei einem Stent im Darm beginnt die Darmreinigung nach Anleitung. Bei Eingriffen in Speiseröhre, Magen oder Gallenwegen gelten die Angaben zum Nüchternsein aus Ihrer Anleitung.
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3
Am Eingriffstag
Nüchtern bleiben wie besprochen. Bringen Sie Medikamentenliste, Vorbefunde, Versichertenkarte und Überweisung mit. Eine Begleitperson holt Sie ab.

Ablauf
So wird ein Stent eingesetzt
Welcher Stent verwendet wird, hängt von Lage, Länge und Ursache der Engstelle ab. Meist handelt es sich um selbstausdehnende Metallgitter, teils mit einer Kunststoffummantelung. Ob der Eingriff bei uns ambulant möglich ist oder besser in einer Klinik erfolgt, besprechen wir vorab mit Ihnen.
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01
Aufklärung
Wir besprechen Ablauf, Nutzen und mögliche Komplikationen und beantworten Ihre Fragen.
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02
Engstelle vermessen
Mit dem Endoskop wird die Engstelle dargestellt und ihre Länge bestimmt. Danach richtet sich die Wahl des Stents.
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03
Stent platzieren
Über einen dünnen Führungsdraht wird der zusammengefaltete Stent in die Engstelle geschoben und dort freigesetzt. Er entfaltet sich und drückt die Engstelle von innen auf.
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04
Kontrolle und Gespräch
Wir prüfen die Lage des Stents. Nach dem Aufwachen besprechen wir das Ergebnis und die ersten Tage mit Ihnen.

Sedierung
Sedierung
während des Eingriffs
Auch eine Stent-Implantation erfolgt über das Endoskop. Sie erhalten dafür eine kurze Sedierung mit Propofol und schlafen während des Eingriffs. Unser geschultes Team überwacht dabei fortlaufend Atmung und Kreislauf.
Wichtig: Nach der Sedierung dürfen Sie frühestens nach 12 Stunden wieder Auto fahren. Bitte organisieren Sie eine Begleitperson für den Heimweg.
Was ein Stent leisten kann
Ein Stent hält den Durchgang offen und kann Beschwerden rasch lindern. Die Ursache der Engstelle behandelt er jedoch nicht. Deshalb ist er meist Teil eines Gesamtkonzepts. Ein Stent kann mit der Zeit verrutschen oder verstopfen. Dann lässt er sich in der Regel endoskopisch korrigieren oder austauschen.
Nach dem Eingriff
Leben mit
einem Stent
Nach dem Eingriff bleiben Sie zur Beobachtung, bis die Sedierung abgeklungen ist. Wir besprechen mit Ihnen, wie der Stent liegt und worauf Sie in den nächsten Tagen achten sollten. Ihre behandelnden Ärzte erhalten einen Bericht.
Die ersten Tage
Ein Metallstent entfaltet sich in den ersten Tagen nach dem Einsetzen vollständig. In dieser Zeit sind ein Druck- oder Fremdkörpergefühl und leichte Schmerzen möglich. Sie lassen meist nach einigen Tagen nach. Bei Bedarf erhalten Sie ein Schmerzmittel.
Ernährung mit einem Stent in der Speiseröhre
- zunächst flüssige, dann weiche Kost, wie mit uns besprochen
- aufrecht sitzend essen, kleine Bissen nehmen und gründlich kauen
- während und nach dem Essen etwas trinken, damit der Stent frei bleibt
- sehr faserige Lebensmittel wie zähes Fleisch, Spargel oder die Häute von Zitrusfrüchten meiden oder fein zerkleinern
- reicht der Stent bis in den Magen, nach dem Essen nicht sofort hinlegen und nachts den Oberkörper leicht erhöht lagern
Bei einem Stent im Darm hilft ein weicher Stuhlgang. Wir sagen Ihnen, ob dafür ein mildes Abführmittel sinnvoll ist.
Wann Sie sich melden sollten
Ein Stent kann verrutschen, durch Gewebe oder Nahrung verlegt werden oder selten eine Blutung verursachen. Melden Sie sich bitte, wenn die ursprünglichen Beschwerden zurückkommen, wenn Sie Fieber oder starke Schmerzen bekommen, wenn sich Haut oder Augen gelb färben oder wenn Sie Blut erbrechen. Außerhalb unserer Erreichbarkeit wenden Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, in Notfällen an den Notruf 112.
Kosten
Wer die Kosten übernimmt
Eine Stent-Implantation ist eine Behandlung bei nachgewiesener Engstelle. Ob die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine ambulante Durchführung übernimmt, hängt vom Einzelfall ab. Wir klären das vorab mit Ihnen. Bei Privatversicherten erfolgt die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte.
Gesetzlich versichert
Kassenleistung
Eine Stent-Implantation ist eine Behandlung bei nachgewiesener Engstelle. Ob die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine ambulante Durchführung übernimmt, hängt vom Einzelfall ab. Wir klären das vorab mit Ihnen. Bei Privatversicherten erfolgt die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte.
Gesetzlich versichertPrivat versichert
Nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)
Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte. Die Erstattung richtet sich nach Ihrem Tarif.
Privat versichertSelbstzahler
Vorab besprochen
Übernimmt Ihre Versicherung die Kosten nicht oder sind Sie nicht krankenversichert, besprechen wir die voraussichtlichen Kosten vor dem Eingriff transparent mit Ihnen.
Als SelbstzahlerTermin anfragen
Häufige Fragen
Fragen zur Stent-Implantation
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an unter 02041 / 7777-530. Wir nehmen uns Zeit für Sie.
02041 / 7777-530In den ersten Tagen ist ein Druck- oder Fremdkörpergefühl möglich, vor allem in der Speiseröhre. Meist lässt es nach, wenn sich der Stent vollständig entfaltet hat. Im Darm wird ein Stent in der Regel nicht gespürt.
Das hängt vom Grund ab. Bei Engstellen durch Tumoren bleibt der Stent oft dauerhaft. Bei gutartigen Engstellen oder Undichtigkeiten wird er meist nach einigen Wochen wieder entfernt.
Ja, das ist möglich. Ein Stent kann seine Lage verändern, durch Speisereste verlegt werden, oder Gewebe wächst in ihn hinein. Kommen die Beschwerden zurück, lässt sich das meist endoskopisch beheben, etwa durch Reinigen, Neuplatzieren oder einen zusätzlichen Stent.
Mit einem Stent in der Speiseröhre ist weiche, gut gekaute Kost meist gut möglich. Sehr faserige Speisen sollten Sie meiden oder fein zerkleinern. Bei Stents im Darm gibt es weniger Einschränkungen. Wir geben Ihnen konkrete Hinweise für Ihre Situation.
Mögliche Komplikationen sind Schmerzen, Blutungen, ein Verrutschen des Stents oder selten eine Verletzung der Wand.
Über die Risiken in Ihrem Fall klären wir Sie vorab genau auf.
Viele endoskopische Eingriffe sind ambulant möglich. Ob das bei Ihnen der Fall ist, hängt von Lage und Art der Engstelle, Ihrem Allgemeinzustand und Ihren Vorerkrankungen ab. Ist eine Behandlung in der Klinik sinnvoller, sagen wir Ihnen das offen und nennen Ihnen den nächsten Schritt.